Digitalisierung und Genossenschaft – was hat das miteinander zu tun?

Die moderne Arbeitswelt steht durch die Digitalisierung massiv im Umbruch. Auch das Konzept „New Work“ ergibt sich letztlich aus den Konsequenzen der Globalisierung und der Digitalisierung auf die Arbeitswelt. Den daraus entstehenden Chancen von zeitlicher, räumlicher und organisatorischer Flexibilität stehen die Risiken von schlechterer Bezahlung, niedrigerer betrieblicher Sozialleistungen und der Vereinsamung der Arbeitenden gegenüber.

Kooperative Arbeitsmodelle wie die Genossenschaft dagegen verbinden selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Arbeiten mit dem Rückhalt einer Community, mit gegenseitigem Vertrauen und solidarischem Miteinander. Es ist daher an der Zeit, die Unternehmensform der Genossenschaft mehr in den Fokus zu rücken. Dies gilt für etablierte Unternehmen, die sich aktiv dem Wandel stellen, genauso wie für Start-ups und Kooperationen von EPU.

Noch ein Trend ist zu verzeichnen: die Plattformunternehmen.
Etliche Geno-ähnliche Plattformen kennen wir, ohne sie mit Genossenschaften in Verbindung zu bringen: FlixMobility, Airbnb oder Uber. Sie bieten lediglich die digitale, vereinheitlichte Basis für Leistungen anderer Unternehmen. Genossenschaftliche Grundsätze sind ihnen dabei fremd.

Echte „Coops“ hingegen sind Fairbnb, eine sich derzeit etablierende „community based home-sharing platform“ mit klar genossenschaftlichen Grundsätzen, oder Stocksy, eine genossenschaftliche Fotoplattform, die den Fotografen gehört. Es gibt international etliche Beispiele – alle bewährt, aber großteils als Genossenschaft unbekannt.

Solche Plattformgenossenschaften zeigen uns, wie in der digitalen Welt selbstverantwortliches und solidarisches Miteinander zu ökonomischem Erfolg führen kann.

Digitalisierung und Genossenschaft, Modernes und Bewährtes 
ein Erfolgspfad für die Zukunft.

Beitragsbild: Adobe Stock

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