Die vereinfachte GmbH-Gründung – hat die unkomplizierte und flexible Genossenschaft dadurch an Attraktivität eingebüßt?

Die sogenannte „Billig-GmbH“ wird derzeit fest umworben: Keine Notariatspflicht, Online-Gründung mittels elektronischer Signatur, nur ein Bankkonto, worauf die Stammeinlage eingezahlt wurde, ist notwendig. Was ist nun wirklich Fakt?

Gleich vorweg – diese neue GmbH-Form gilt nur für Ein-Personen-GmbHs, bei denen der Gesellschafter gleichzeitig einziger Geschäftsführer ist. Und zusätzlich tun sich folgende wesentliche Tücken auf:

  • Durch Online-Gründung ist kein nach individuellen Bedürfnissen maßgeschneiderter Gesellschaftsvertrag möglich.
  • Es entsteht ein Informations- und Beratungsdefizit (was für einen unternehmerischen Start durchaus kritisch sein kann)
  • Die derzeitige gesetzliche Regelung ist bis zum 31.12.2020 befristet.
  • An der Höhe der verpflichtenden Stammeinlage hat sich nichts geändert. Das Wort „billig“ bezieht sich daher ausschließlich auf den Gründungsakt.

Fazit: Die von manchen als Konkurrenz zur Genossenschaft gesehene Vereinfachung im GmbH-Recht ist nicht gegeben.

Die vereinfachte GmbH-Gründung ist nur für EPU und hier nur standardisiert möglich. Die Genossenschaft ist als Gesellschaftsform des Kooperierens nach wie vor die einfachste und flexibelste Form unternehmerischen Handelns.

Hier geht’s zur professionellen Beratung: http://www.kooperieren.at/tirol.php

 

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