Bank sein reicht nicht mehr – können Ökosysteme helfen?

Der Veränderungsdruck im traditionellen Bankgeschäft ist in aller Munde – und damit Schlagwörter wie Funktionsoptimierung und Kulturveränderung.

Aber was hat das mit Ökosystemen zu tun?

Ökosysteme sind Netzwerke der Kooperation und damit Wertschöpfungssysteme. Sie leben von ihren Teilnehmern, die für Wissen, Attraktivität und Kreativität sorgen und somit einen kombinierten Mehrwert erzeugen.

Klingt das nicht nach der genossenschaftlichen Idee?

Die genossenschaftliche Struktur bringt für den Aufbau eines solchen Ökosystems ideale Voraussetzungen mit. Sie trägt bereits in ihrer Verfassung das Ökosystem-Gen in sich. Dass das Gemeinsame einen größeren Wert darstellt, als jedes Mitglied einzeln erzeugen könnte, ist nämlich Teil der genossenschaftlichen Grundüberzeugung und kulturellen Prägung. Sie müsste also nicht erst gelernt werden.

Die subsidiäre Zusammenarbeit ist erprobt und funktioniert seit Gründung der Genossenschaften. Das Vernetzungspotenzial ist dazu auf Basis der geteilten Werte wesentlich einfacher herstellbar als zwischen individuell geprägten Einzelunternehmen. Und vor allem: Genossenschaften sind regional verankert und damit nah am Kunden und seinen Bedürfnissen. Dies erleichtert den Aufbau einer Qualität, ohne die kein Ökosystem der Welt funktionieren kann: für den Kunden relevant zu sein, indem es in der Lage ist, seinen Alltag mitzugestalten. Und das bedeutet mehr als das traditionelle Bankgeschäft.

In jedem Ökosystem ist die Weiterentwicklung der Kundenbeziehung eine der wichtigsten Aufgaben. Sie muss von allen Beteiligten und Partnern nicht nur für den eigenen Beitrag, sondern auch mit Blick auf alle anderen Systemakteure geleistet werden, um die Netzwerkeffekte zu heben. Das macht den genossenschaftlichen Ansatz so wertvoll und zukunftsfähig für die Transformation des traditionellen Bankgeschäfts.

Beitragsbild Adobe Stock

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